Gut zu wissen
Die interne TfL-Tarifkarte: Was die PAYG-Karte von 2018 zeigte
Archivbeitrag: 2018 veröffentlichte TfL auf eine Informationsfreiheitsanfrage hin eine interne Pay-As-You-Go-Karte. Es handelte sich nicht um eine neu entdeckte alternative Streckenkarte, sondern um ein Arbeitsmittel zur Erklärung des damaligen Tarifsystems.
Die veröffentlichte PAYG-Karte trug den Stand Mai 2018. Nach TfL sollte sie Mitarbeitern einen zusammenhängenden Überblick über Tarifbereiche und Verbindungen geben.
Obwohl Underground- und Bahnverbindungen eingezeichnet waren, bedeuteten Grün, Rot und Blau hier nicht automatisch District, Central und Piccadilly line. Die Farben erfüllten eine andere Aufgabe als auf dem üblichen Linienplan.
Sie unterschieden Tarifgruppen und machten sichtbar, dass für verschiedene Abschnitte unterschiedliche Preisregeln gelten konnten.
In dieser historischen Darstellung stand Grün für übliche Underground-Tarife, Blau für weitere TfL-Tarife und Rot für National-Rail-Tarife. Diese Legende sollte nicht ungeprüft auf einen aktuellen Fahrplan übertragen werden.
Weiße Verbindungen kennzeichneten „Out-of-Station Interchanges“ (OSI): anerkannte Umstiege zu Fuß zwischen bestimmten Stationen. Damit die Fahrt tariflich zusammenhängend behandelt wird, müssen die vorgesehenen Stationen, Zeitgrenzen und sonstigen Bedingungen eingehalten werden. Es ist keine allgemeine Erlaubnis, das Netz beliebig oft kostenlos zu verlassen und wieder zu betreten.
TfL antwortete am 17. August 2018 auf die Anfrage FOI-1358-1819 vom 12. August und stellte die Karte bereit. Diese Datierung ist wichtig, wenn die Grafik heute betrachtet wird.
Rosa Markierungen wiesen auf Stationen mit rosa Kartenlesern hin. Diese haben eine andere Funktion als die gelben Leser für Beginn und Ende einer Fahrt.
Mit einem rosa Leser kann bei geeigneten Verbindungen nachgewiesen werden, dass die Route Zone 1 umgeht. Dadurch kann der passende niedrigere Tarif angewendet werden; es handelt sich nicht um einen pauschalen Rabatt für jede Fahrt.
Prüfen Sie bei TfL, auf welchen Verbindungen ein rosa Leser relevant ist. Er ersetzt nicht das korrekte Ein- und Auschecken an gelben Lesern mit demselben Zahlungsmittel.
Auch die Themse war in der historischen Karte farblich unterteilt, um Bereiche für Flussverbindungen einzuordnen. Daraus lassen sich keine heutigen Schifffahrtstarife ablesen.
TfL erklärte damals, dass Tarifinformationen bereits öffentlich verfügbar seien, die zusammengefasste PAYG-Karte aber dem Personal beim Verständnis des Netzes helfe. Für eine heutige Reise sind aktuelle Tarifauskünfte und die konkrete Verbindung maßgeblich, nicht die Karte von 2018.