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Besichtigung des Kensington Palace

Der Kensington Palace liegt in den Kensington Gardens im Westen Londons. Seit dem siebzehnten Jahrhundert ist er mit der Geschichte der britischen Königsfamilie verbunden. Die Anlage vereint königliche Wohnbereiche mit historischen Räumen und Ausstellungen für Besucher. Der öffentliche Rundgang umfasst ausgewählte Bereiche; einige Gemächer sind vorübergehend geschlossen. Prüfen Sie deshalb die für Ihren Besuchstag angebotene Route. Private Wohnungen gehören nicht zum Besichtigungsprogramm.

Prinzessin Diana lebte bis 1997 im Kensington Palace, Prinzessin Margaret bis 2002. Ein Besuch im Kensington Palace führt in die öffentlich zugänglichen Bereiche und macht unterschiedliche Kapitel der königlichen Familiengeschichte sichtbar.

Die Geschichte des Palastes

Das ursprüngliche Nottingham House entstand im siebzehnten Jahrhundert, als Kensington noch deutlich ländlicher geprägt war. Wilhelm III. und Maria II. kauften das Anwesen 1689. Für den an Asthma leidenden König bot die Lage Abstand vom Rauch der Innenstadt und zugleich eine günstige Verbindung zum politischen Leben Londons. Kensington lag näher am Zentrum als Hampton Court, das ebenfalls als königlicher Wohnsitz genutzt wurde. Die Verbindung durch den Hyde Park gehörte zur Erschließung der neuen Residenz; an diese Wegegeschichte erinnert heute unter anderem Rotten Row.

Christopher Wren erweiterte das bestehende Haus zu einer königlichen Residenz. Neue Gebäudeflügel und Pavillons schufen Platz für die Gemächer des Königspaars und für die Aufgaben des Hofes. Treppen, Fassaden und Hofbereiche verbanden die ursprüngliche Anlage mit den Ergänzungen. Auch die umgebenden Gärten gehörten zum Alltag der Residenz: Neben repräsentativen Flächen hatten ummauerte Nutzgärten eine praktische Funktion bei der Versorgung des Hofhaushalts.

Rund 70 Jahre lang gehörte Kensington zu den bevorzugten Wohnsitzen der britischen Monarchen, während St James’s Palace seine zeremonielle Bedeutung für den Hof behielt. Maria II. starb hier 1694 an den Pocken. Wilhelm III. starb 1702, nachdem er sich bei einem Reitunfall in Hampton Court verletzt hatte. Anschließend nutzte Königin Anne den Palast. Für sie entstand 1704 die Orangerie; zugleich erhielt die Gartenanlage mit ihren sorgfältig gestalteten Beeten eine ausgeprägte barocke Form.

Ab 1718 investierte Georg I. in die Erneuerung der königlichen Gemächer. William Kent gestaltete prunkvolle Innenräume, darunter Deckenmalereien und die repräsentative Treppe. Der 1722 vollendete Cupola Room gehört zu den besonders eindrucksvollen Räumen des Palastes. Später wurde hier Prinzessin Victoria getauft, die in den Gemächern des Herzogs und der Herzogin von Kent in Kensington geboren worden war.

Georg II. war der letzte regierende Monarch, der im Kensington Palace lebte. Für seine Frau Caroline gestaltete Charles Bridgeman die Gärten neu; die großen Sichtachsen, der Round Pond und die Landschaft um den Serpentine prägen die Umgebung bis heute. Nach dem Tod Georgs II. im Jahr 1760 blieb der Palast anderen Mitgliedern der königlichen Familie vorbehalten. 1867 wurde hier die spätere Königin Mary geboren, die Großmutter Elisabeths II.

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